Was kostet eine Mietwohnung in Barcelona 2026?

Der Mietmarkt in Barcelona kennt weiterhin nur eine Richtung: nach oben. Die neuesten offiziellen Daten von INCASOL (Q2 2025) beziffern die Durchschnittsmiete in der Stadt auf €16,56 pro Quadratmeter im Monat — 3,6% mehr als im gleichen Zeitraum 2024.
Was heißt das konkret, und wohin geht die Reise 2026?
Vier Jahre steigende Mieten
Seit dem Post-Pandemie-Tief von €13,10/m² im Jahr 2021 sind die Mieten in Barcelona um 26,4% in vier Jahren gestiegen:
| Jahr (Q2) | Stadtdurchschnitt (€/m²) | Veränderung ggü. Vorjahr |
|---|---|---|
| 2021 | €13,10 | — |
| 2022 | €14,14 | +7,9% |
| 2023 | €15,92 | +12,6% |
| 2024 | €15,98 | +0,4% |
| 2025 | €16,56 | +3,6% |
Das Tempo hat sich im Vergleich zum starken Sprung 2022–2023 deutlich verlangsamt, aber die Richtung hat sich nicht geändert. Die Mieten steigen weiter.
Ganz praktisch heißt das: Eine typische 60m²-Wohnung in Barcelona kostet jetzt durchschnittlich rund €994 im Monat — knapp unter der €1.000-Marke.
Wie sich die einzelnen Bezirke entwickeln
Der Stadtdurchschnitt verdeckt große Unterschiede. So haben sich die 10 Bezirke zwischen Q2 2024 und Q2 2025 entwickelt:
| Bezirk | Q2 2024 | Q2 2025 | Veränderung | ~60m² Miete |
|---|---|---|---|---|
| Sarrià-Sant Gervasi | €18,01 | €19,18 | +6,5% | €1.151 |
| Ciutat Vella | €16,25 | €17,90 | +10,2% | €1.074 |
| Gràcia | €17,58 | €17,52 | -0,4% | €1.051 |
| Les Corts | €17,26 | €17,18 | -0,5% | €1.031 |
| Eixample | €16,53 | €16,62 | +0,5% | €997 |
| Sants-Montjuïc | €15,43 | €16,56 | +7,3% | €994 |
| Sant Martí | €16,33 | €16,33 | +0,0% | €980 |
| Horta-Guinardó | €14,28 | €14,76 | +3,4% | €885 |
| Sant Andreu | €13,90 | €14,46 | +4,0% | €868 |
| Nou Barris | €12,95 | €13,48 | +4,1% | €809 |
Was auffällt
Die Überraschung ist Ciutat Vella: +10,2% in einem einzigen Jahr. Die Nachfrage nach der Altstadt treibt die Preise weiter hoch, und allein das Viertel Barceloneta erreichte €22,39/m².
Sants-Montjuïc legte 7,3% zu — bemerkenswert, weil dieser Bezirk bis vor Kurzem noch als erschwinglich galt. Er holt rasant auf.
Gràcia und Les Corts dagegen haben sich kaum bewegt. Das sind zwei der beliebtesten Bezirke Barcelonas, und die Stagnation deutet darauf hin, dass sie vielleicht ein Preislimit erreicht haben — oder dass der Mietpreisdeckel dort Wirkung zeigt.
Am anderen Ende steht Nou Barris mit €13,48/m² (rund €809/Monat für 60m²) als günstigster Bezirk, wobei die Preise auch hier um 4,1% gestiegen sind.
Die teuersten und günstigsten Viertel
Die Spanne innerhalb Barcelonas ist enorm — fast 3-fach zwischen den teuersten und günstigsten Vierteln:
Top 5 teuerste (Q2 2025)
| Viertel | Bezirk | €/m² | ~60m² Miete |
|---|---|---|---|
| Diagonal Mar | Sant Martí | €22,89 | €1.373 |
| Vila Olímpica | Sant Martí | €22,69 | €1.361 |
| La Barceloneta | Ciutat Vella | €22,39 | €1.343 |
| Sarrià | Sarrià-Sant Gervasi | €21,28 | €1.277 |
| Les Tres Torres | Sarrià-Sant Gervasi | €20,11 | €1.207 |
Top 5 günstigste (Q2 2025)
| Viertel | Bezirk | €/m² | ~60m² Miete |
|---|---|---|---|
| Baró de Viver | Sant Andreu | €8,05 | €483 |
| Ciutat Meridiana | Nou Barris | €9,30 | €558 |
| Canyelles | Nou Barris | €9,87 | €592 |
| Marina del Prat Vermell | Sants-Montjuïc | €10,78 | €647 |
| La Trinitat Nova | Nou Barris | €11,33 | €680 |
Baró de Viver mit €483/Monat für 60m² kostet weniger als die Hälfte des Stadtdurchschnitts. Wer aufs Budget achten muss, findet in den nördlichen Bezirken Nou Barris und Sant Andreu noch deutlich niedrigere Mieten — auch wenn die Preise dort ebenfalls steigen.
Was 2026 bringen könnte
Ein paar Dinge, die dieses Jahr wichtig werden:
Der Mietpreisdeckel wurde ausgeweitet — Seit Januar 2026 gilt das katalanische Mietpreisgesetz auch für Saisonverträge und Zimmervermietungen. Das schließt eine Lücke, die viele Vermieter genutzt haben, und könnte die Preisentwicklung in einigen Segmenten bremsen.
Ferienwohnungen werden abgebaut — Barcelona streicht bis November 2028 alle 10.000 Kurzzeitvermietungslizenzen. Wenn diese Wohnungen nach und nach auf den langfristigen Markt zurückkehren, vor allem in Ciutat Vella und Sant Martí, dürfte das den Druck auf das Angebot etwas lindern.
Die Stadt zieht weiter Menschen an — Internationale Fachkräfte, Studierende, digitale Nomaden — Barcelonas Anziehungskraft lässt nicht nach. Die Bevölkerung wächst, und das Wohnungsangebot kommt nicht hinterher.
Unterm Strich werden die Mieten 2026 wohl weiter steigen, aber in gemäßigtem Tempo — eher 2–5% statt der zweistelligen Sprünge von 2022–2023. Die günstigeren Bezirke (Nou Barris, Sant Andreu, Horta-Guinardó) dürften prozentual am stärksten zulegen, weil immer mehr Mieter außerhalb des Zentrums suchen.
Wie steht Ihre Miete im Vergleich?
Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Miete im Vergleich zu Ihrem Viertel liegt:
- Miete vergleichen — prüfen Sie, ob Sie über oder unter dem Durchschnitt zahlen
- Günstige Viertel finden — geben Sie Ihr Budget und die Wohnungsgröße ein
- Durchschnittsmiete nach Bezirk — die vollständige Preistabelle aller 10 Bezirke
Die Zahlen stammen von INCASOL, der offiziellen Wohnungsbaubehörde der Generalitat de Catalunya.